Zu sein wer ich bin macht glücklich – Folge 86

Im 86. Glückfinderinterview unterhält sich Andreas Gregori mit Lászlò I. Kish.

Lászlò I. Kish ist schweizer Schauspieler und Regisseur.

„Ich bin, was ich bin – und das ist alles, was ich bin!“ Dieses Zitat von Popeye, der berühmten Zeichentrickfigur, die aus einer Dose Spinat übermenschliche Kräfte generierte, ist einer der Kernsätze meines Interviews mit dem Schauspieler und Regisseur Lászlò Kish.

Mal ehrlich, wer von uns wäre nicht manchmal gerne mehr als er eigentlich ist. Größer, schlanker, berühmter, besser im Job, besser im Bett, vielleicht ein ganz anderer Mensch?

Ich verstehe das gut, denn man könnte sagen, dass ich bis ich mit den Glückfinder Interviews begann, ganz ähnlich getickt habe.

Ich war mir sicher, dass ich besser sein kann, als ich bin. Ich bin sozusagen der besseren Version von mir ständig hinterher gerannt. Immer bestrebt, noch mehr der zu sein, der ich nicht war. Ich fühlte mich nicht gut genug. Nicht gut genug für die Anerkennung, die mir früher schon entgegen gebracht wurde, nicht gut genug für die tolle Lebenspartnerin, mit der ich zusammen war und nicht gut genug für ein erfülltes, glückliches Leben.

Natürlich fand dieser Dialog nur in meinem Kopf statt und kein Außenstehender hat jemals etwas davon mitbekommen oder diese Ansicht gar geteilt, und es war dennoch eine schwere Zeit für mich.

Wir selbst sind unsere härtesten Kritiker und wir haben manchmal alle Hände voll damit zu tun, unsere Vorstellung von unserem perfekten ich gerecht zu werden.

Dabei sind wir alle schon perfekt, genauso wie wir sind.

„Ich bin, was ich bin – und das ist alles, was ich bin!“ in diesem Satz, der einer Zeichentrickfigur zugeschrieben wird, steckt so viel Wahrheit und Weisheit.

Würde man diesen Satz noch um den Zusatz „und das ist ganz perfekt so.“ ergänzen, müsste man ihn jedem Menschen als tägliches Mantra an den Spiegel im Badezimmer heften.

Charlie Chaplin hat es in einem seiner Gedichte wunderschön formuliert: „Als ich mich selbst zu lieben begann …“ Er schrieb nicht: “Als ich endlich perfekt war, konnte ich beginnen mich selbst zu lieben…“ allerdings leben es viele Menschen heute noch genau so.

„Wenn ich endlich perfekt bin, wenn ich dies oder das geschafft habe, wenn ich endlich die bessere Version von mir bin, dann …“

Die gute Nachricht zum Ende dieses Artikels lautet:
„Du bist bereits heute die beste Version von Dir!“, „Du bist so, wie Du bist, und so wie Du bist, bist Du perfekt!“

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und dabei zu erkennen, dass auch berühmte Schauspieler manchmal an sich zweifeln.

Ihr Andreas Gregori

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Andreas Gregori
Andreas Gregori
Produziert und moderiert den Podcast "Glückfinder" und "8Samkeits" Hörbücher. "Wenn Du tust was Du liebst, liebst Du was Du tust!" - Mich faszinieren die Geschichten von Menschen die ihr Glück gefunden haben. Mein Wissen und meine Erkenntnisse aus den zahlreichen Gesprächen teile ich mit meinen Zuhörern und den Besuchern meiner Glückfinder Events.