In der Ruhe liegt das Glück – Folge 73

Im 73. Glückfinderinterview unterhält sich Andreas Gregori mit Paul J. Kohtes.

Paul J. Kohtes ist ehemaliger PR-Mann Nummer Eins in Deutschland.

Zur Ruhe kommen, Stille finden, ruhig sitzen, atmen und einfach nur sein. Dieser Zustand wird gemeinhin als Mediation bezeichnet. Um die richtige Art und Weise zu meditieren, ranken sich viele Theorien. Manche behaupten, man muss eine bestimmte Sitzposition einnehmen und darf sich auf keinem Fall bewegen. Andere bevorzugen das flache auf dem Boden liegen und wieder andere schwören darauf sich bewusst und langsam zu bewegen.

Die Techniken sind unterschiedlich, das Ziel ist das Gleiche. Unser bewusster Verstand soll zur Ruhe kommen und uns so den Weg frei machen zu unserem Unterbewusstsein, der göttlichen Kraft in uns.

Täglich haben wir Menschen bis zu 60.000 Gedanken. Das sind rund 2.500 Gedanken pro Stunde oder rund 42 pro Minute. Die unglaubliche Zahl an Sinneseindrücken, die uns jeden Tag überflutet wird immer größer und wir verarbeiten jede neue Information zu einem Gedanken. Vielleicht manche davon zu einem Gefühl und wieder andere zu einer konkreten Handlung.

Wenn man sich diese unglaublich hohe Zahl einmal bewusst vor Augen führt, fragt man sich, welche meiner Handlungen und Gefühle kommen aus mir heraus, aus meinem tiefen Inneren, weil ich danach strebe und wie viele passieren einfach so.

Ich bin der Überzeugung, dass 99% unserer Gefühle und Handlungen nicht unsern eigenen, inneren Bedürfnissen und Wünschen entsprechen, sondern eine Reaktion sind auf das, was grade um uns herum passiert. John Lennon sagte einst: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ Leben passiert. Es sind die täglichen Ablenkungen durch Facebook und Twitter, durch Zeitungen und Nachrichten, durch WhatsApp und Instagram die uns unser Leben sanft und unbewusst entreißen.

Wir denken Gedanken, die unserem innersten so fern sind, dass kein Mensch durch bewusstes Nachdenken darauf kommen würde. Dabei bemerken wir nicht, dass, diese Gedanken unser Leben beeinflussen. Die Meditation entreißt uns diesen äußeren Einflüssen für einen kurzen Moment. Unser Gehirn beginnt dann zunächst damit, weiterhin wild hin und her zu denken und alte Gedanken hervorzukramen.

Dass ist der Grund, warum Meditation am Anfang so unsinnig erscheint. Schließlich denken wir ja trotzdem weiter. Aber nach einer gewissen Zeit (und diese Zeitspannen werden kürzer) kapituliert unser Gehirn und hört auf zu denken. Von 42 Gedanken pro Minute auf 0. Eine riesige Energieressource wird freigesetzt, weil unser Gehirn keine Kraft mehr benötigt, um wie ein Jack Russel Terrier auf Droge jedem noch so absurden Gedanken hinterher zu rennen.

Wir finden für einen kurzen Moment Ruhe und sind nun in der Lage unser wahres Potenzial zu erkennen und zu entfalten. Aber Vorsicht: Die Kraft, die ein Moment der Ruhe uns schenkt ist nicht zu unterschätzen. Sobald wir nicht mehr abgelenkt sind von äußeren Meinungen und Einflüssen, beginnen wir unser eigenes Leben zu hinterfragen. Wir erkennen in einem kurzen Moment, was für wunderbare Wesen wir sind und welches Potenzial in uns ruht. Es scheint, als könnten wir über das Wasser gehen.

Farben werden intensiver wahrgenommen und irgendwie erscheint uns die Welt heller und freundlicher. Wer das einmal erlebt hat, der hat zwei Möglichkeiten. Entweder er will mehr davon und genießt von diesem Tag an diese unglaubliche Kraft regelmäßig und führt ein Leben im Einklang mit seiner Seele und seinem Unterbewusstsein oder er ist so verstört, dass er nie mehr etwas erleben möchte.

Mein Interviewpartner in dieser Woche hat es erlebt und erlebt es seitdem immer wieder. Er berichtet im Interview davon, wie es ist zur Ruhe zu kommen und wie er darin jedes Mal wieder sein Glück findet.

Viel Spaß beim Zuhören!

Ihr Andreas Gregori

Glückfinder Spezial Paket

Andreas Gregori
Andreas Gregori
Produziert und moderiert den Podcast "Glückfinder" und "8Samkeits" Hörbücher. "Wenn Du tust was Du liebst, liebst Du was Du tust!" - Mich faszinieren die Geschichten von Menschen die ihr Glück gefunden haben. Mein Wissen und meine Erkenntnisse aus den zahlreichen Gesprächen teile ich mit meinen Zuhörern und den Besuchern meiner Glückfinder Events.